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| 23.04.-30.04.-6. Europäische Impfwoche |
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Impfungen schützen vor Infektionskrankheiten und zählen zu den effektivsten und kosten-günstigsten Präventivmaßnahmen der modernen Medizin. Deswegen: Schutzimpfungen wahrnehmen! Auch in diesem Jahr hat das Regionalbüro Europa der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zur Beteiligung aller Mitgliedsstaaten an der Europäischen Impfwoche aufgerufen. Diese findet vom 23. bis 30. April 2011 statt. Der Schwerpunkt wurde unter den Slogan „Gemeinsame Lösung gegen gemeinsame Bedrohungen“ gestellt. Die diesjährige Impfwoche soll darauf aufmerksam machen, dass Erkrankungen, denen mit Schutzimpfungen vorgebeugt werden kann, nicht an nationalen Grenzen Halt machen. Die Impfwoche bietet eine gute Gelegenheit, regelmäßig auf das Thema Schutzimpfungen aufmerksam zu machen, den eigenen Impfstand zu überprüfen und den Impfschutz zu verbessern. Neben der Tetanus-, Diphtherie- und Pertussis-Kombinationsimpfung gibt es weitere Impfungen gegen schwere Infektionskrankheiten (z. B. gegen FSME, Pneumokokken, Influenza), die auch für Erwachsene von großer Bedeutung sind. Seit der Änderung der letzten Empfehlungen der Ständigen Impfkommission am Robert Koch-Institut (STIKO) ist auch eine Masernimpfung für alle nach 1970 geborenen Bürger empfohlen, die noch keinen ausreichenden Impfschutz haben oder deren Impfschutz unbekannt ist. Die MMR (Mumps-Masern-Röteln)-Impfung ist gleichzeitig ein wichtiger Beitrag zur Erfüllung des Masern-Eradikationsprogrammes der WHO, das bis 2015 abgeschlossen sein soll. Seit 2009 darf demnach nicht mehr als eine Masern-Erkrankung pro 1 Mio. Einwohner auftreten. Dieses Ziel wird in Thüringen seit 2009 erfüllt, deutschlandweit wird es derzeit jedoch noch nicht erreicht und Masernausbrüche sind keine Seltenheit. Bezüglich der Hepatitis B-Impfung Jugendlicher haben Schuluntersuchungen der 8. Klassen im Schuljahr 2001/2002 in Thüringen ergaben, dass lediglich 48,8% der Schüler einen vollständigen Impfschutz gegen Hepatitis B hatten. Analoge Untersuchungen im Schuljahr 2009/2010 in dieser Altersgruppe zeigten, dass sich der Anteil auf 75% verbesserte, dennoch bleibt das Ergebnis noch weit hinter dem angestrebten Ziel von 95% zurück. Damit sind auch weiterhin große Anstrengungen erforderlich, um bei Jugendlichen das Interesse für Impfungen zu erhöhen. |
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