Am Montag, dem 5. März 2018, veranstaltete der Thüringer Minister für Bildung, Familie und Senioren, Helmut Holter, an der Hochschule Nordhausen ein Arbeitstreffen zum Thema „MINT-Nachwuchs“ in Thüringen. Ziel ist es junge Menschen wieder für die Zukunftsthemen Technik und Informatik zu begeistern.

Arbeitstreffen MINT Nachwuchs 2

Es ist das dritte Treffen der Arbeitsgemeinschaft aus Bildungsminister, Hochschulleitungen, Schulamtsleitern, dem Wirtschaftsministerium und der STIFT.
Technik wird in der heutigen Zeit oft nur „gekapselt“ erlebt in Form von Smartphones, Tablets und Computern. Doch ist gerade der Blick dahinter für ein Industrieland wie Thüringen äußerst wichtig. „Thüringen braucht nicht nur die Anwender sondern vor allem die Gestalter von Technik und Informatik“ sagt Bildungsminister Helmut Holter. Er will einen ganzheitlichen Ansatz umsetzen, der von der Lehrerbildung bis hin in die Schule den Bezug zur Technik und Informatik der Thüringer Schülerinnen und Schüler intensiviert. Schon jetzt können bei weitem nicht alle Stellen in Thüringen im Bereich Technik und Informatik besetzt werden. Die Unternehmen zahlen gut und warten auf Bewerber. Ähnlich sieht die Situation in den Ingenieurwissenschaften aus. „Die Unternehmen fragen in Größenordnungen Absolventen aus den Ingenieurwissenschaften und der Informatik an“, so Prof. Dr. Jörg Wagner, Präsident der Hochschule Nordhausen. Neben der Diskussion um den Unterricht in Technik und Informatik stand auch ein Besuch im Schülerforschungszentrum der Hochschule Nordhausen auf der Agenda. Am Schülerforschungszentrum können Schülerinnen und Schüler in zweiwöchentlichen Arbeitsgemeinschaften zu den Themen Informatik, Technik, Mathematik und Naturwissenschaften ihr Wissen anhand interessanter Projekte im Team ausbauen. Nähere Informationen finden Sie unter: https://www.hs-nordhausen.de/forschung/nachwuchsfoerderung/
Ziel der Gesprächsrunde war die Empfehlung von Maßnahmen zur Stärkung des MINT-Fächer, um diese tiefer im Bewusstsein der Schülerinnen und Schüler, aber auch der Lehrerinnen und Lehrer zu verankern. Die MINT-Fächer sind tragende Säulen der Produktivität in Deutschland. Lehrerinnen und Lehrer sollen motiviert werden, einen stärkeren Bezug zur Technik im Rahmen der Schule zu gewährleisten, so dass später möglicherweise eine stärkere Wahl der Schulabgängerinnen und Abgänger in Richtung Technik und Informatik sowohl in Ausbildungs- als auch in der Studienwahl stattfindet. Minister Holter liegt es am Herzen zu vermitteln, dass man sich als Ingenieur, Technologe oder Techniker ebenso emotional begeistern und verwirklichen kann wie in anderen Berufen.

Foto: Jaana Kistner